We are all illuminated
Foto: D.V.
Hallo, da sind wir wieder! Waren wir weg? Niemals! Wir mussten die Welt retten. Oder uns aber (ausnahmsweise mal) den wichtigeren Dingen des Lebens stellen. Abitur stand vor der Tür, Bewerbungen mussten rausgeschickt und Arbeitsproben fertig gestellt werden, die Wohnungssuche hat gedrängt, Frühlingsgefühle wurden angetestet und ausgelebt. Alles in allem nutzten wir die Zeit sinnvoll. Nun raffen wir uns wieder auf, spielen jeden Tag den Tanz- und Saufbären und widmen uns zwischendurch dem Bloggen. Nackt.
„Fick dich, Welt. Ich leg mich auch bei 30° im Schatten ins Bett und gucke Big Bang Theory.“ Tat ich wirklich. Denn: Mann ist in Schweinfurt, Uni fing bei den meisten wieder an, oben genanntes wurde getrieben und außerdem bin ich ja ganz ganz scheußlich faul. Eines der wenigen Ereignisse, die mich dazu trieben tatsächlich das Haus zu verlassen, war das Hurts Konzert Mitte letzten Monats in Köln.
Jajaja, die Band ist ein ziemlich billiger kitschiger Abklatsch von Depeche Mode oder New Order. Würden jetzt die Scheusale unter euch sagen. Oder Menschen, die mich weinen sehen wollen. Aber das, was Theo und Adam dort vor 4.500 Menschen geleistet haben, war grandios! Dafür saß ich auch gut und gern 5 Stunden im Auto und fror mir den Hintern ab. Kein Ding, mit der netten Begleitung am Arm und der Aussicht auf ein wundervolles Konzert.
Einziger Manko: Die Spielzeit von einer Stunde war deutlich zu niedrig gesteckt.
Der Ausraster von Theo beim Gitarrensolo von „Evelyn“ hat dann trotzdem einiges wieder wett gemacht. Gänsehaut pur! Just in diesem Moment musste meine Begleitung pinkeln gehen. Epic Fail?! Definitiv!
Die sonstige Bühnenshow wurde natürlich ganz schlicht gehalten. Alle in Anzügen, wenig Bewegung, keine überflüssigen Requisiten, bis auf drei Rosen, die Theo während des Konzerts ins Publikum schmiss. Mädchen in der ersten Reihe kratzen sich beinah die Augen aus, um ein Stück Stängel zu ergattern. ‚Gut’, dass wir uns nach der überraschend guten Vorband auf die Empore schlichen (wo wir auch glatt dem DJ der guten Laune über den Weg liefen. Schräger Typ.)
Alles in allem war es ein perfekter Gig der Jungens aus Manchester. Ich hatte lange keine Gänsepelle mehr über einen Zeitraum von einer kompletten Stunde. Unwahrscheinlich, dass es anders gewesen wäre, wenn ich diese Band nicht so feiern würde, da allein der Lichtmensch schon tausend Prozent gegeben haben muss. Übertraf sogar den Stone Sour Gig im letzten Jahr. Demnach: Hut ab!
Fazit: Nun bin ich schon wieder um 35€ ärmer, da eine Freundin mir unmittelbar nach dem Konzert einen Zeitungsausschnitt zeigen musste, in dem ein Hurts Konzert für den 27. Juli in der Westfalenhalle bestätigt wurde. Und danach nehm ich dich endlich mit, Theo, damit du mir jeden Tag vorsingen kannst. Und vielleicht auch ein wenig knutschen, aber das ist vorerst nebensächlich. Herzschmerz, ich komme!
schöner Beitrag
willkommen zurück … oder so